Index-Zertifikate

REVERSE-INDEX-ZERTIFIKATE

Mit Index-Zertifikaten kann ein Anleger einfach und günstig an der Wertentwicklung eines ganzen Marktes partizipieren. Wer also eine positive Entwicklung für ein bestimmtes Thema erwartet und dabei sein Portfolio diversivizieren möchte, ist mit Index-Zertifikaten schon mal gut bedient.

So weit so gut. Aber welche Möglichkeiten bieten sich, wenn der Anleger von eher labilen, schlecht laufenden Kursen für die Zukunft ausgeht? Abwarten und Tee trinken, bis bessere Zeiten kommen, wäre eine Möglichkeit. Verkaufsoptionsscheine (Put-Optionsscheine) oder Knock-out-Zertifikate, die auf fallende Kurse setzen, sind eine weitere Möglichkeit, allerdings nicht für jeden Anlegertyp geeignet und eher für erfahrene, risikobewusste Anleger gedacht.

Für den "Normalanleger" mit negativen Markterwartungen sind sogenannte Reverse-Index-Zertifikate (manchmal auch als Short-Index-Zertifikate oder Bear-Index-Zertifikate bezeichnet) bestens geeignet. Wie beim klassischen Index-Zertifikat partizipiert der Anleger 1:1 an der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index, allerdings genau umgekehrt mit einem Reverse-Index-Zertifikat. Fällt also der Index um einen Punkt, dann steigt der Kurs des Reverse-Index-Zertifikats bei einem Bezugsverhältnis von 100:1 um 1 Cent. Der Wert des Reverse-Index-Zertifikats lässt sich recht einfach durch die Differenz zwischen dem Basispreis des Reverse-Index-Zertifikats und dem aktuellen Kurs des Index berechnen. Ein Zertifikat auf den DAX mit Basispreis 6.000 kostet bei einem Bezugsverhältnis von 100:1 und einem aktuellen DAX-Kurs von 5.000 genau 10 Euro, also 6.000-5000/100.

Die leichte Handhabung und verständliche Funktionsweise machen Reverse-Index-Zertifikate zu einem beliebten Anlage- und Absicherungsinstrument für Anleger, die sich gerne selbst um ihre Portfolios kümmern.